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Ein Kunstwerk für Leezen

Leezen, den 21.06.2016
Ein „Kunstwerk“ für Leezen
 
Malen, Modellieren, Fotografieren haben sich neun Engagierte auf die Fahnen geschrieben – nun suchen sie Mitstreiter und Unterstützer

Sie lieben Farben, ungewöhnliche Blickwinkel und die Natur – und sie lieben die Kunst. Jetzt haben sich Karl-Friedrich und Doris Scholz, Ulrich Lüben, Martina Kriedel, Karin Schallhorn, Anke und Norbert Petersdorf sowie Yvonne und Tobias Schütt zusammengefunden und einen Verein gegründet. „Noch sind wir Kunstwerk Leezen – ohne e.V.“, sagt Karl-Friedrich Scholz. Er gehört zu den Initiatoren der Künstlertruppe. Vor knapp vier Jahren löste sich der Kunstkreis Rastow auf, bei dem er und seine Frau Doris kreativ mitgearbeitet hatten, sagt Scholz etwas traurig. Damit wollte er sich nicht abfinden. „Ich wollte etwas Neues gründen. Lange trug er sich mich mit dem Gedanken, selbst einen Kunstkreis beziehungsweise Kunstverein ins Leben zu rufen. „Bis zum Sommer vergangenen Jahres blieb dieser Wunsch lediglich Vater des Gedankens“, erzählt er.

 

Denn Anfang Juli gab es von Ulrich Lüben aus Panstorf eine Mal-Aktion, bei der Künstler der Region die „Wahrzeichen“ ihrer Heimatstädte malen sollten. „Da ich Ulrich kannte und wir schon lange vorhatten, in künstlerischen und kreativer Hinsicht etwas zusammen zu machen, bot sich da die Chance“, so Scholz. Bei dieser Veranstaltung kamen die ersten Künstler ins Gespräch. „Die Idee stieß auf großes Interesse. Damit war schon einmal der erste Schritt gemacht“, schiebt er nach.

 

Martina Kriedel, die in Zapel bei Hagenow zu Hause ist, ließ sich selbst vom langen Fahrweg nicht abschrecken. Die Kontakte intensivierten sich und die nächsten Schritte folgten. Das größte Problem blieb aber, einen geeigneten Raum zu finden. „Auf schnellem Wege war in Leezen und in der Umgebung nichts zu bekommen“, erinnert sich Ulrich Lüben. Und dann gab es doch noch ein Angebot: „Im Gemeinderaum des Zittower Pfarrhauses finden derzeit unsere Treffen statt. Aber es ist eben auch nur eine Übergangslösung“, betont Karl-Friedrich Scholz.

Ein neues Domizil haben die Künstler jetzt vor Augen: Ein Leezener Unternehmer hat ihnen zugesagt, einen Raum zur Verfügung zu stellen. „Da müssen wir allerdings ordentlich Arbeit reinstecken. Es ist quasi ein Rohbau“, erzählt Martina Kriedel. So fehlen unter anderem noch Tapeten oder Farbe an den Wänden sowie auch ein Fußbodenbelag. Und das nötige Finanzpolster. „Wir versuchen, so gut es geht, alles mit eigenen Mitteln zu realisieren. Das ist nicht so leicht“, ergänzt Yvonne Schütt. So würden sie und die anderen Leezener Kunstwerker sich freuen, wenn sich ein Sponsor beziehungsweise Unterstützer findet. „Jede kleine Spende hilft uns weiter“, schiebt Karl-Friedrich Scholz nach.

 

Denn die Liste der Ideen ist lang. Sobald der Vereinsraum hergerichtet ist, sollen die realisiert werden: Ausstellungen, offenes Atelier und Workshops.

 

„Aber so können wir uns dann ebenso künstlerisch weiterentwickeln. Das ist ja das Ziel. Gemeinsam künstlerisch aktiv sein und voneinander auch lernen“, erklärt Karl-Friedrich Scholz. Und auch weitere Kunstinteressierte und Sympathisanten seien gern gesehen.

 

Für den Sommer ist noch eine Ausstellung von Arbeiten der Kunstwerker geplant, bei der sie sich allen in der Gemeinde vorstellen wollen. Wer Kontakt zu dem neuen Verein aufnehmen möchte, kann unter der Telefonnummer 03866/47066 an Karl-Friedrich Scholz wenden.

 

Quelle: Schweriner Volkszeitung, Katja Müller