Gemeinde Leezen über das Amt Crivitz

Bürgermeister Gerhard Förster

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Amt Crivitz

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Historischer Abriss

G1In England wurde König Edward II. nach langen Machtkämpfen mit dem Adel von seiner Frau und ihrem Geliebten abgesetzt, ins Gefängnis gesteckt und schließlich vermutlich ermordet (1327).

 

Im fernen Anatolien wurde die Stadt Bursa nach zehnjähriger Belagerung durch den osmanischen Sultanssohn Osman I. den byzantinischen Machthabern entrissen (1326). Byzanz, die Perle des Oströmischen Reiches, war bedroht. Wilna wurde Hauptstadt des Großfürstentums Litauen (1323). Auch Moskau wurde Hauptstadt eines russischen Großfürstentums (1328). Kein Wunder also, dass bei so vielen Ereignissen von weltpolitischer Tragweite die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Leezen glatt übersehen wurde.

 

Die älteste Nachricht über den Ort Leezen besitzen wir in einer Urkunde vom 5. Mai 1325, in der Graf Nikolaus von Schwerin einige Abgabenrechte in Lecen an den jungen Edelmann (Knappen) Jochen Goldenbow verpfändet. Daraus kann man schließen, dass der Ort Leezen damals schon längere Zeit existiert hatte und wahrscheinlich dem Patronat der Zittower Kirche zugeschlagen war. Allerdings war Leezen damals noch lange kein Dorf im heutigen Sinne. Sowohl Leezen als auch Panstorf waren noch keine klar abgesteckten Gutsbezirke. Neben einem größeren Ritterhofe hatte es vermutlich nur einige ritterschaftliche Bauernhufen von Kleinbauern und Schafhirten gegeben.

 

Wie könnte man sich die Gegend in und um Leezen in der damaligen Zeit vorstellen? Eingebettet in eine Wald- und Auenlandschaft hatte es gestreute, kleinräumige Rodungsflächen gegeben, die man mit harter Arbeit den urtümlichen Wäldern abgerungen hatte. Teilweise waren die Rodungen Weideflächen für Kühe, Schafe und Ziegen, teilweise wurden sie als mühsamst bewirtschaftetes, kleinparcelliertes Ackerland genutzt. Schafe beweideten die an die Felder angrenzenden Auen und Waldränder und leisteten dabei Pionierarbeit für die weitere Rodung. Ackerland wurde nach dem Prinzip der Dreifelderwirtschaft mit Fruchtwechsel und Brache bestellt.

 

G2Die Höfe wurden von bäuerlichen Großfamilien bewirtschaftet. Drei Generationen rackerten und schufteten vom Morgengrauen bis in die Abenddämmerung. Alles, was die Großfamilie zum Leben brauchte, wurde auf dem vom Lehensherrn `geliehenen Hof` produziert (Getreide, Gemüse, Obst, Beeren, Milch, Eier, Fleisch von Vieh und Geflügel, Honig, Wolle, Flachs, usw. ). Man lebte nie in Luxus und Überfluss, in guten Zeiten – wenn es die Launen des Wetters gestatteten - allenfalls in auskömmlicher Bescheidenheit. Man pflegte bäuerliche Traditionen und achtete sorgsam auf die kirchlichen Regeln, feierte auch die kirchlichen Feste, die neben dem Wetter den Jahreszyklus bestimmten.

 

Gegenüber dem Lehensherrn mussten Abgaben (ein Zehntel alles Hofprodukte) entrichtet und Frondienste (Bauarbeiten an Kirche und Gutsherrensitz, Wegebau, Holzschlag, usw.) geleistet werden. Darüber hatte der Lehensherr sorgsam gewacht. Notfalls hatte er seine Ansprüche sehr rigoros durchgesetzt, denn die sicherten ihm seine Existenz und nicht selten auch ein besseres Leben.

 

Die Einkünfte des Lehensherren konnten auch an andere Lehensherren verkauft werden, wie die Urkunde aus dem Jahr 1325 belegt. Schon damals gab es einen schwunghaften Handel mit solchen Lehensrechten. Nichts Neues unter der Sonne, könnte man sagen, wenn man den heutigen Handel der Banken mit ähnlichen rechtschaffenen oder faulen Produkten betrachtet. Manche Lehensherren nutzten ihre Einkünfte teilweise wieder für ihre Bauern, bauten Kirchen, schufen erste Schulen, stifteten Armenhäuser.

 

Im Laufe des 14. Jahrhunderts kauften die Herren von Stralendorf das Lehen von Leezen und Panstorf, gewissermaßen um ihre Besitzungen in Cambs und am Ostufer des Schweriner Sees abzurunden. Sie zeigten sich großzügig. Am 2. Mai 1378 schenkten die Brüder von Stralendorf die Einkünfte von vier ritterschaftlichen Bauernhufen in Leezen der Kirche zu Crivitz als Beitrag zur Errichtung von Pfarrstellen.

 

1440 gehen die Besitzungen Leezen und Panstorf an die Herren von Halberstadt, denen sie vorher verpfändet worden waren. Später gingen sie an die Herren von Preen. Und so ging das immer weiter. Je fleißiger und rechtschaffener die Bauern, desto einträglicher das Lehen und desto profitabler konnte es auch wieder weiterverkauft werden.

 

Man lebte gottesfürchtig und herrschaftsergeben auf den Höfen und wusste nichts von der Welt, nichts von Politik, nur selten etwas von fernen Kriegen, von Machthändeln, Revolutionen und Königsmorden. Die Brüder und Schwestern des Hoferben, die nicht als Knechte und Mägde auf dem elterlichen Hof bleiben wollten, hatte es oft in die Welt oder in die Klöster gezogen – manchmal nach den großen Entdeckungen bis nach Amerika.

 

Allerdings hatte es beinahe periodische Hungersnöte als Folge von Missernten gegeben. Auch die wurden nach ewig zeitloser Logik abgewettert: Der Bauer hungert zuerst, der Edelmann zuletzt. Man war den Lehensherren schutzlos ausgeliefert. Die hatten im Laufe der Zeit immer wieder die Abgaben erhöht und neue Abgaben erfunden – auch hier nichts Neues unter der Sonne -, so dass den Bauern nichts mehr zum Leben geblieben war, was schließlich überall in Europa zu Bauernaufständen und Revolutionen geführt hatte.

 

Die meisten Knechte, Mägde und Schäfer in Leezen dürften in damaligen Zeiten kaum jemals in die nahe Stadt Schwerin gekommen sein. Die Stadt war noch weit weg. Man musste die Strecke zu Fuß und auf schlechten Wegen zurücklegen. Den Pauldamm hatte es noch lange nicht gegeben. Zu den Markttagen waren allenfalls die Bauern und Bäuerinnen gefahren. Dort verkauften sie das wenige, das ihnen als Überschüsse geblieben war und kauften, was sie nicht selbst produzieren konnten.

 

Für den langen Zeitraum von der ersten urkundlichen Erwähnung des Ortes Leezen bis zu dem Schicksalsjahr 1675, einer Zeitspanne von 350 Jahren, liegen keine Aufzeichnungen über besondere Vorkommnisse in unserer Region vor. Dabei haben gerade in diesem Zeitraum wichtige Ereignisse das Weltbild der Menschheit und das Alltagsleben der Menschen so gravierend verändert, dass man nicht davon ausgehen kann, dass dies die Menschen auch bei uns nicht berührt hätte.

 

Die Einführung der Dreifelderwirtschaft ab 1200 brachte erhebliche Ertragsteigerungen in der Landwirtschaft. Pestepidemien wüteten um 1350 überall in Europa. Die Erfindung des Buchdrucks war der Anfang schnellerer Verbreitung von Information. Die Entdeckung Amerikas, die später die für die Mecklenburger heute so wichtige Kartoffel gebracht hatte, lenkte den Blick auf die Meere, leitete schließlich ein neues Weltzeitalter ein. Die Reformation erschütterte die bis dahin festgefügte Lebenswelt der Menschen in ihren Grundfesten.

 

Der Dreißigjährige Krieg pflügte die deutschen Länder um und raffte zwei Drittel der Bevölkerung dahin. Das muss auch bei uns zu bedeutenden gesellschaftlichen Erschütterungen und Verwerfungen geführt haben. Berichte darüber gibt es aber nicht. Vermutlich sind sie mit dem Brand des Pfarrhauses in Zittow 1675 verloren gegangen, so dass diese Zeitspanne im geschichtlichen Nebel bleibt.

 

Nur über die Wechsel der Besitzverhältnisse der noblen Herren sind uns Namen überliefert. Sie trieben in damaligen Zeiten einen schwunghaften Handel mit ihren Besitzrechten in den Dörfern. In Leezen und Panstorf waren das Rechte an einem größeren Ritterhof, mehreren ritterschaftlichen Bauernhufen und einer Anzahl von kleineren Höfen und Schäfereien. Man kaufte und verkaufte solche Rechte je nach den besonderen wirtschaftlichen oder misswirtschaftlichen Gegebenheiten. 1440 gingen sie in Leezen und Panstorf an die Herren von Halberstadt über. Später erwarben die Herrschaften der Stralendorffs einige Anrechte, verloren sie aber im Laufe der Zeit wieder an die Herren von Preen. Die verkauften oder verpfändeten sie wieder an andere.

 

Viele Namen finden sich da in den Chroniken. Für die betroffenen Bauern, die die Höfe zu bewirtschaften hatten, machte das selten einen Unterschied. Sie mussten rackern und schuften, um ihre Abgaben aufbringen zu können und daneben noch den eigenen Unterhalt bestreiten zu können. Da hatte es über die Jahrhunderte im Wechsel von guten Erntejahren und Missernten kaum einen Unterschied gegeben. Erst um 1733 fallen Leezen und Panstorf nach der Überschuldung und dem Zusammenbruch des halberstadtschen Vermögens an den Landesherrn.

 

Um 1675 – ein Jahr vor dem bitteren Schicksalsjahr der beiden Orte - sind Leezen und Panstorf noch im alleinigen Besitz der Herren von Halberstadt, die die beiden Orte durch einen Verwalter bewirtschaften ließen, während sie selbst auf ihren Hauptgütern Cambs und Langenbrütz wohnten.

 

Am 28. Juni 1675 schlug Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg, den man auch den Großen Kurfürst nannte, mit seinem Reiterheer die Schweden bei Fehrbellin. Im Krieg gegen Frankreich waren die Brandenburger und die Reichstruppen zurückgedrängt worden. Auf dem Rückzug nach Franken hatte der Kurfürst die Nachricht bekommen, dass die Schweden – nun mit Frankreich verbündet – in seine Kurlande eingebrochen waren.

 

Eilends entwarf er mit seinem Neffen, dem Oranier, und anderen Verbündeten einen gemeinsamen Kriegsplan gegen Frankreich und Schweden. In Eilmärschen war das brandenburgische Heer nach Brandenburg aufgebrochen. In der Nacht zum 15. Juni war es Derfflinger, einem General des Großen Kurfürsten, gelungen, eine schwedische Abteilung in Rathenow zu überfallen. Ein wichtiger Havelübergang wurde besetzt. Damit war die schwedische Aufstellung am nordöstlichen Havelufer durchbrochen.

 

Der Kurfürst folgte mit seiner Reiterei – obwohl erschöpft von den Eilmärschen - dem sich zurückziehenden Hauptheer der Schweden. Am Morgen des 28. Juni 1675 trafen die Heere bei dem Dorf Hakenberg aufeinander, und die gut ausgebildete Reiterei des Kurfürsten brachte den Schweden in einer großen Reiterschlacht, in der auch der Kurfürst selbst kämpfte, eine unerwartete Niederlage bei. Die Schlacht war folgenschwer für Pommern. Noch 1675 nahmen die Brandenburger die Inseln Wollin und Usedom sowie Wolgast in Besitz. In den folgenden Jahren wurde Stettin nach schwerer Belagerung überwältigt. Kurz darauf wurde der Übergang zur Insel Rügen vollzogen. Die Festungen Stralsund und Greifswald wurden eingenommen. Danach war ganz Pommern dem Kurfürsten unterworfen.

 

Aber was hatte die Schlacht im damals noch sehr fernen Fehrbellin mit Leezen, Zittow, Rampe oder Langenbrütz zu tun? Hier wurde weder gekämpft noch gefochten. Und doch war diese Schlacht ein triefgreifendes Schicksalsereignis, das bitterstes Leid über die Menschen in unserer Gegend gebracht hatte.

 

Das geschlagene Heer der Schweden zog sich nach Wismar zurück und hinterließ auf dem Weg dorthin überall grauenvolle Spuren von Verwüstungen. Mord, Raub, Plünderungen, Brandschatzungen! Die Soldaten verjagten die Bauern von ihren Höfen, quartierten sich dort ein, nahmen sich nach alter Devise `Der Wehrstand soll leben, der Nährstand muss geben!`, was sie brauchten: Brot und Mehl, das Schwein im Stall, das Schaf, die Ziege, Geflügel, den Ochsen und warum nicht auch die Magd.

 

Kontributionen nannte man das im Militärjargon. Man mordete, wo sich Widerstand regte, und da und dort auch nur aus Herzenslust. Allein in Langenbrütz hatte es 14 Todesfälle gegeben, was einen großen Teil der Einwohner ausmachte. Die meisten Einwohner flüchteten in die umliegenden Wälder, hielten sich dort versteckt, warteten ab, bis der Spuk vorbei war. Wer nicht rechtzeitig fliehen konnte, musste meist Schlimmes ertragen. Viele von denen, die geflohen waren, gaben ihre Behausungen einfach auf und zogen in andere Gegenden. In Langenbrütz waren 14 verödete Bauernhöfe zurückgeblieben.

 

Die wilde Soldateska nahm mit, was man mitnehmen konnte. Aus den Kirchen in Zittow und Langenbrütz wurden wertvolle Abendmahlutensilien mitgenommen. Das Zittower Pfarrhaus war in Flammen aufgegangen. Der hölzerne Glockenturm neben der Kirche wurde so stark beschädigt, dass die Glocken nicht mehr geläutet werden konnten. Die umliegenden Höfe, Schäfereien und Hufen wurden ausgeplündert. Die Gebäude wurden in Brand gesteckt.

 

In Leezen und Panstorf hatten die schwadronierenden Schweden besonders hart zugeschlagen. Zwei Bauernhufen in Leezen wurden völlig aufgegeben, weil ihre Besitzer nicht mehr da waren. Die Hufen wurden später einem anderen Hof, dem Edelhofe, zugeschlagen. In Panstorf wurden sämtliche Bauernstellen zerstört. In einem später notdürftig hergerichteten Katen wohnten noch 25 Jahre später nur einige Hirten und Knechte.

 

Nicht besser war es den Menschen in Cambs ergangen. Sie mussten Haus, Hof und manchmal sogar ihre Familie im Stich lassen, um sich tagelang in den Wäldern zu verbergen. Entwurzelte aus anderen Gegenden gesellten sich zu den Flüchtlingen, suchten auch später in ihren Dörfern Unterschlupf - nicht immer in redlichen Absichten.

 

Die schlimme Zeit der Durchziehenden Schweden nach der Schlacht bei Fehrbellin hatte auch unsere Gegend schrecklich verwüstet. Viele Einwohner konnten sich von den Zerstörungen ihrer Höfe, vom Verlust ihrer Habe, von den seelischen Verwüstungen ihrer Herzen nicht wieder erholen. Sie gaben ihre Höfe einfach auf, wanderten ab und überließen sie jüngeren und auch ortsfremden Leuten. Nichts war in den Dörfern so geblieben, wie es vor dem Schwedenraubzügen gewesen war. Um 1700 finden sich als Spätfolge der Schlacht im fernen Fehrbellin auf den Bauernhufen unserer Dörfer ganz andere Namen als die, die vorher über Generationen gleich geblieben waren. Dr. Dieter Wehnert

 

In einem besonderen Infokasten:

Bild des Großen Kurfürst und Bildunterschrift:

 

Kurfürst Friedrich Wilhelm, genannt der `Große Kurfürst` (1620 bis 1688) hatte von seinem Vater ein bis auf den Grund verwüstetes und ärmliches Land mit zerrütteten Finanzen und unklaren Herrschaftsverhältnissen übernommen. Seit Beginn seiner Regierung kämpfte er um den Besitz von ganz Pommern, das ihm nach bestehenden, nicht ganz zweifelsfreien Erbverträgen zustand. Aber Schweden hatte das für seine Machtstellung in Deutschland wichtige Territorium an sich gerissen und dessen Herausgabe verweigert. Der Große Kurfürst hatte es erst am Ende seiner Regierung seinem Staat vollkommen einverleiben können. Auch auf dem Gebiet des Rechts, der Finanzen und der Schaffung eines stehenden Heeres war der Große Kurfürst ein bedeutender Reformer gewesen. Bei seinem Tod war Brandenburg ein finanziell gesicherter, militärisch starker Staat.

 

Von Zeitgenossen wurde Friedrich Wilhelm so beschrieben:

`Von mittlerer Größe, war Friedrich Wilhelm eine stattliche, imponierende Erscheinung; ein Mann von natürlicher Einfachheit und von praktischem Sinn, leutselig, wahrhaft fromm und seiner Kirche aufrichtigen Herzens zugethan, vor allem ein Kriegsmann und doch auch erfüllt von Hochachtung und Verständnis für Künste und Wissenschaften. Mit der Hinneigung zu hochfliegenden, weit ausgreifenden Entwürfen verband sich in dem Kurfürsten die Fähigkeit, doch auch dem Kleinsten in der Durchführung seine Kraft und Aufmerksamkeit zu widmen.`

 

In einen besonderen Infokasten:

Bild Dreifelderwirtschaft und Bildunterschrift

 

Der Übergang von der Zweifelder- zur Dreifelderwirtschaft setzte sich ab 1200 durch. Man ließ ein Drittel der Felder ein Jahr lang als Brachland mit Unkraut überwuchern und nutzte es als Weidefläche. Die Tiere düngten das Feld auf natürliche Weise. Im Folgejahr wurde eines der bewirtschafteten Felder Brachland. Auf den beiden bewirtschafteten Feldern achtete man sorgsam auf jährlichen Fruchtwechsel. So konnte man das Vierfache des ausgebrachten Saatgutes ernten, was damals eine Steigerung um 100% bedeutete.

 

Vor dem Hintergrund der Geschäfte der `Reichen`, die ihre Lehensrechte über die Hofstellen - Hufen und Schäfereien von Zittow, Leezen und den umliegenden Dörfern – hier wie anderswo - verkauften, beliehen, wieder erwarben, vererbten und wieder beliehen (siehe Infokasten) vollzog sich das alltägliche Leben der einfachen Menschen in unseren Dörfern. Die kleinen und einfachen Leute waren nur wenig bekümmert von denen, die die Besitzrechte über sie hatten und die ihr eigenes Leben führten.

 

Besonders erwähnt werden könnte dabei allenfalls, dass das Dorf Zittow 1711 in den Dominalbesitz des Herzogs von Mecklenburg Friedrich Wilhelm übergegangen war. Das schien ein einschneidenderes Ereignis gewesen zu sein, denn der herzogliche Grundherr sorgte nun dafür, dass die Zittower Bauernstellen nach den Wirren der Schwedenunruhen wieder rechtmäßig bewirtschaft wurden.

 

Der Grundherr war der Besitzer des Landes und der auf seinem Land lebenden Menschen (Leibeigene). Die Bauern erhielten vom Grundherrn Land zur Bewirtschaftung, Schutz in Notzeiten und die Befreiung von der Heeresfolge. Dafür mussten sie Abgaben entrichten und Frondienste leisten. Beim Grundherrn lag auch die Gerichtsbarkeit.

 

Für die Menschen, die auf den Höfen für ihr täglich Brot rackerten, verlief das Leben in den für die Zeit überall üblichen Bahnen. Das mögen einige als bemerkenswert berichtete Ereignisse verdeutlichen, die für die Zeit repräsentativ sein mögen und die hier in Auszügen aus dem Büchlein Im Spiegel der Wellen von Pastor Edm. Albrecht wiedergegeben werden sollen:

 

1668 hatte es zwei tragische Sterbefälle gegeben: Am Neujahrsabend ist der Bauer Märten Stademann im Schwerinschen Seeh vertrunken und am 1. Februar wurde die Witwe des Zittower Pastors Schomann zwischen Zittow und Panstorff im tieffen Schnee verirret und verfrohren aufgefunden.

 

Die unruhigen Kriegszeiten forderten ihre Opfer aber nicht nur unter den eingesessenen Bewohnern sondern auch unter den Flüchtlingen, die aus Neustadt, aus Martensdorf und aus Kletzin in Zittow und in den benachbarten Ortschaften ein Unterkommen gesucht hatten. 1675 wurde ein Joachim Holst begraben, welcher vor Bralstorp todgeschossen worden.

 

Levin Stoßer starb, ein Kind von 12 Wochen, des Joachim Stoßers des Älteren Kindlein, aus Kletzin, so sich hier in der Kriegeszeit auffgehalten; und sieben Tage später wurde auch der Vater Joachim Stoßer begraben, so sich in Zittow wegen Krieges Ruin auffgehalten.

 

Auch von einer Hexenverbrennung wird berichtet. Im Jahr 1682 starb Clas Möller, ein kleiner elender armer Junge, dessen böse Mutter verbrandt ward.

 

Auch der Cambser See fordert immer wieder Opfer und bringt tiefes Leid in die Familien. 1673 hat Margarete Bieren, des Priesters Knechts Frau, in Melancholei sich selber entleibet und im See ersäufft.

 

1674 ist der kleine Helm Seelmann, ein Enkel des Küsters im See vertrunken.

1694 ertrank Hans Pornhagen, ein Bauernsohn im Alter von 15 Jahren im Soll aufm Zittower Felde und 1722 ist der dreijährige Hans Reimer leider in des Schusters Brunnen ertrunken.

 

In der Zittower Kirche erinnern noch heute verschiedene Gedenktafeln an die Familie Plessen, die schlimme Schicksalschläge hatte erleiden müssen. 1692 verloren sie ihre Tochter Eleonorea, die ein Jahr vorher im Alter von 19 Jahren den Fürstl. Mecklenburgischen Hofmeister Christoph von Kopplow geheitratete hatte und im März 1691 wenige Tage vor der Vollendung ihres 20. Lebensjahres bei der Geburt ihres ersten Kindes verschied.

 

1m Jahr 1689 ist der Kätner (nordd. für Besitzer einer Kate) Heinrich Witt in der Feuersbrunst seines Hauses elendiglich verbrand und sein verstümmelter Cörper heute (9. März) zur Erden gebracht

 

Im Jahr 1704 starb Joachim Stademann, ein alter Knecht, so mit der schweren Noth beladen und zwischen Cambs und Zittow todt gefunden.

 

Mehrfach hatten schwere Pockenepidemien in unserer Gemeinde gewütet. In den Jahren 1699/1701 waren ihnen allein in Zittow 8 Kinder, 1724/25 sogar 14 Kinder und später 1746/47 noch einmal 9 Kinder zum Opfer gefallen. Das Geläut der Totenglocke wurde in diesen Zeiten so stark beansprucht, dass die Glocke im Jahr 1728 während des Trauergeläuts zerbarst.

 

Viel haben die Menschen in diesen Zeiten zu leiden gehabt, aber wenn sie aus schwerer Not errettet waren, wussten sie auch ihre Dankopfer zu bringen. Man spendete der Kirche zinnerne Altarleuchter, reich verzierte Taufschalen aus getriebenem Messing, sogar einen Patronatsstuhl mit dazugehöriger Kanzel.

 

Um 1740 muss die Schäferei in Leezen auf bedeutender Höhe gewesen sein. Zumindest kann man das aus der längeren Liste der erwähnten Namen der Schäferknechte und Schäfer schließen. Auch Panstorf war wieder auf Dauer besiedelt worden. Man hatte dort eine Holländerei betrieben. Für den umfangreichen Betrieb der Schäferei war aber weder in Leezen noch in Panstorf ausreichend Platz. Man hatte deshalb 1758 abseits der üblichen Verkehrswege und ganz und gar von Wäldern umschlossen eine besondere Schäferei errichtet, die den Namen Christinchendorf führte. Der genaue Ort dieser Schäferei lässt sich heute nicht mehr ermitteln. Es gibt allenfalls Vermutungen.

 

Der Siebenjährige Krieg von 1756 – 1763 kann als ein erster Weltkrieg betrachtet werden. Während Frankreich mit Österreich verbündet war und seine Truppen gegen Friedrich II. von Preußen einsetzte, unterstützte England mit Geldmitteln Preußen. Auf beiden Seiten waren schließlich die meisten deutschen Teilstaaten auf die eine oder andere Art mit in das Kriegsgeschehen hineingezogen worden. In Kanada kämpften England und Frankreich um die Vorherrschaft in ihren kolonialen Besitzungen. In Indien war ein Kolonialkrieg entbrannt.

 

Auch unsere Gegend war von diesem Krieg nicht unberührt geblieben. Friedrich II. hatte eine nach damaligen Vorstellungen übermächtige Armee von 180.000 Soldaten. Die konnte von dem kleinen Land Preußen nicht unterhalten werden. Die Armee brauchte Soldaten, Geld, Pferde und Nahrungsmittel. Man stelle sich nur einmal vor, was es bedeutete, eine so große Armee täglich mit drei Mahlzeiten zu versorgen.

 

Da mussten vor allem von den Bauern auf dem Lande ungeheure Kontributionen erpresst werden. So hatte es auch in unseren Dörfern Truppenaushebungen, erzwungene Requirierungen von Pferden, Korn und Vieh gegeben. Die arbeitsfähigen Männer flüchteten in die umliegenden Wälder, von Leezen und Panstorf aus vor allem nach Christinchendorf. Später folgten ihnen die übrigen Einwohner der beiden Dörfer. Die Ortschaften von Leezen und Panstorf waren schließlich fast ausgestorben.

 

Erst gegen 1770 setzte langsam eine Rücksiedelung ein. Die halbverlassenen und größtenteils zerstörten, nur noch in Resten vorhandenen Katen von Leezen und Panstorf wurden mit neuen Arbeitskräften besetzt und im Jahr 1786 wurde das Schäfereidorf Christinchendorf wieder aufgegeben.

 

Auch die inzwischen in großem Stil einsetzende Besiedelung der `Neuen Welt` machte vor unseren Dörfern nicht Halt, wie das Schicksal von Familie Aven zeigt. Der Vater war Pächter gewesen und wurde auf dem Hofe zu Leezen als Schreiber beschäftigt. Sein Sohn Gotthard wurde 1770 Vater von Zwillingen, ließ aber kurz darauf alles im Stich und ging nach Ostindien. Auch wenn es keine aufgezeichneten Belege in den Chroniken gibt, kann man mit Sicherheit davon ausgehen, dass er nicht der einzige in unseren Dörfern war, der den Verlockungen eines Lebens in der Fremde nicht widerstehen konnte.

 

Denn damals verließen zahlreiche Mecklenburger ihre Heimat und suchten ihr Glück in Übersee. Mecklenburg und Pommern waren lange Zeit die größten Auswanderungsgebiete in Deutschland. Vor allem Leibeigenschaft (in Mecklenburg erst 1820 aufgehoben) und Armut waren die Gründe für die Auswanderung.

 

Die Kirche in Zittow als bedeutendstes kulturhistorisches Bauwerk in der heutigen Gemeinde Leezen (bis 1840)

 

Hinweis: Die kursiv geschriebenen Textstellen wurden unverändert aus `Im Spiegel der Wellen` von Pastor Edmund Albrecht, 1933 übernommen.

 

Von den Anfängen

Wann schlugen die Menschen erstmals in Zittow Wurzeln? Wann hatte der erste Siedler hier eine Hütte gebaut?

 

Die Anfänge des Ortes Zittow liegen im geschichtlichen Nebel und werden es wohl auch bleiben. Die erste Erwähnung des Ortes Zittow findet sich im Jahr 1251 in einer Urkunde, mit der Graf Gunzelin von Hagen dem Domkapitel zu Schwerin verschiedene Besitzrechte über zehn Hufen in Zittow überläßt, dazu noch zwei Fischer, die den ganzen See zum Besten der Schweriner Domherren befischen sollten. Der Schweriner Domherr Simon wirkte nach dieser Übertragung – gewissermaßen im Nebenamt - als Priester in Zittow. Er ist der erste dem Namen nach bekannte Pfarrer in Zittow.

 

Das Patronat der Kirche dagegen, das ist die Rechtsbeziehung zwischen der Kirchgemeinde und dem Patron, der die Verantwortung für die Kirche ihren Erhalt und ihren laufenden Unterhalt übernimmt, schenkt Graf Gunzelin dem Domkapitel zu Riga. Die Schenkung wird 35 Jahre später im Jahr 1286 von Graf Nikolaus von Schwerin bestätigt.

 

Infokasten:

Der zu Anfang des 13. Jahrhunderts lebende Erzbischof Albert von Riga hatte handelspolitische Beziehungen zu Lübeck und erhielt aus dieser Stadt mancherlei Zuzug sowohl für seine Siedlungsarbeit in den Ostseeländern wie für seine Kreuzzüge gegen die heidnischen Slawen. Mit den Lübeckern verbanden sich vielfach auch Mecklenburger; so finden wir in den Jahren 1210 – 1214 den Bischof Philipp von Ratzeburg und den Ritter Helmold von Plessen als Kreuzfahrer in Livland , ferner in den Jahren 1218 – 1219 auch den Fürsten Heinrich Borwin, zu dessen Lebzeiten sich die Beziehungen zwischen Mecklenburg und Riga besonders rege entwickelt hatten. Fürst Heinrich von Borwin bezeugte dem Erzstift Riga seine besondere Hochachtung dadurch, dass er ihm mecklenburgische Dörfer schenkte und ihm besondere Freiheiten für den Hafen Wismar sowie das ganze Land Mecklenburg verlieh. Als Gegenleistung ernannte der Rigaer Erzbischof den Grafen Gunzelin zum Schirmherren des Erzstiftes Riga, und dieser wiederum schenkte als Anerkennung dafür dem Rigaischen Kloster Dünamünde einige Mecklenburgische Dörfer und dem Domkapitel von Riga das Patronat über die Pfarre und Kirche zu Zittow im Lande Zellesen. Das Patronat blieb bis zum Jahr 1520 beim Rigaer Domkapitel und ging dann später auf das Kloster des Heiligen Antonius zu Tempzin bei Brüel über.

 

Aus der ersten urkundlichen Erwähnung des Ortes und der Kirche in Zittow im Jahre 1251 muss geschlossen werden, dass Ort und Kirche dort schon längere Zeit bestanden haben mussten. Tatsächlich weisen Baustil und Bauweise des Chorhauses (Altarraum) darauf hin, dass dieser älteste Teil des Gebäudes schon in den Jahren1230-1235 erbaut worden sein musste.

 

Tatsächlich müssen Ort und Kirche aber noch wesentlich älter sein. Kirchengebäude aus Stein konnten in damaliger Zeit erst gebaut werden, nachdem eine Kirchengemeinde zu einer gewissen Größe angewachsen war. In der Zeit vorher hatte man sich in der Regel zuerst einmal eine Kirche aus Holz gebaut.

 

Kirchen waren bis in unsere Zeiten hinein nie einmal gebaute und damit fertige Gebäude. Sie wurden immer wieder je nach den finanziellen und technischen Möglichkeiten erweitert, umgebaut und an die sich über die Jahrhunderte an verändernden Baustile angepasst. So wurde auch das Langhaus der Kirche (Kirchenschiff) etwas später aber vermutlich auch schon im 13. oder 14. Jahrhundert angebaut. Etwa ein halbes Jahrhundert vor der Reformation wurde die Kirche wieder umgebaut und erhielt dabei vermutlich die breiten Fenster im Kirchenschiff.

 

Als dann nach der Schlacht von Fehrbellin (1675) die schwedischen Truppen aus der Mark nach Wismar zogen, hatten Langenbrütz und Zittow unter den Plünderungen und Verwüstungen schwer zu leiden. Aus beiden Kirchen wurden wertvolle Abendmahlgeräte mitgenommen. Das Zittower Pfarrhaus ging damals in Flammen auf, und der neben der Kirche stehende Glockenturm wurde so stark beschädigt, dass die Glocken nicht mehr geläutet werden konnten.

 

Reformation in Zittow

Bald nach der Reformationszeit, die 1517 durch den Thesenanschlag Luthers an der Schlosskirche zu Wittenberg ihren deutlichen Anfang genommen hatte, wurde auch in Zittow die Reformationszeit eingeläutet. Pastor Gerhard Piel aus Westfalen war vermutlich der erste lutherische Pastor in Zittow.

 

Verschiedene Gedenktafeln in der Kirche und gestiftete Abendmahlgeräte künden auch heute noch von schwerem Leid und auch von inniger Gläubigkeit in früheren Zeiten.

 

Ein Turm aus Ziegelsteinen

1698/99 ließ der damalige Kirchenpatron den baufällig gewordenen hölzernen Glockenturm neben der Kirche abreißen. Ein neuer Turm aus Ziegelsteinen wurde anschließend an das Langhaus errichtet. `Es war ein herrlicher Turm mit zwei Kuppeln und acht korinthischen Säulen.`, so wird noch 111 Jahre später von Pastor Hoeffler berichtet. Es verwunderte, dass es überhaupt möglich gewesen war, ein solches Bauwerk zu errichten, denn die wirtschaftliche Lage war in den Baujahren des Turms noch immer recht schwierig gewesen. In einer Urkunde vom 20. Juli 1699, die der Erbauer Dietrich Joachim von Plessen aus Cambs in den Turmknopf einschließen ließ, wird berichtet: eyne große Theuerung und Hungersnoth hat das Land fast schwehr betroffen, so dass auch der Schfl. Roggen Wißmarrsch Maaß 5mK schreibe fünf March Lübsch, Parchimsch Maaß aber 3 Rth. gegolten und vor Gelt kaum mehr zu bekommen war, ja wenn es schon in Städten bezahlet, dennoch nicht anders als denn nachts heraus bringen durffte.

 

In den Jahren des Turmbaus war es trotz der schwierigen Lage möglich gemacht worden, an Stelle der recht schadhaft gewordenen flachen Holzdecke des Langhauses festere Gewölbe einzubauen, die Innenwände entsprechend zu verblenden und die gewaltigen Stützpfeiler an den vier Ecken des Kirchengebäudes zu errichten.

 

Blitz und Feuer

In der Nacht vom 28. zum 29. August 1810 traf ein Blitzstrahl den hochragenden Zittower Kirchturm, der damals etwa die doppelte Höhe des heutigen Kirchturms hatte, und setzte das Gebälk der Turmspitze in Brand. Der aus Eichenholz gefügte Glockenstuhl wurde von den Flammen erfasst und brach zusammen. In der lodernden Glut schmolzen die schönen alten Glocken dahin und der glühende Metallstrom ergoss sich bis in das Bälgengehäuse der Orgel. Auch das Werk der um 1700 eingebauten Turmuhr (deren Zifferblatt noch heute mit einem Zeiger als ruinenhafte Erinnerung an diesen Brand an der Südseite des Turmes zu sehen ist) fiel bald den Flammen zum Opfer. Im Nu war auch die Orgel von den Flammen erfasst; die zinnernen Pfeifen zerschmolzen zu glühender Masse, das Orgelgehäuse verbrannte, und die Orgelempore brach unter der brennenden Last zusammen, so dass auch ein Teil des Gestühls von den Flammen zerstört wurde. Kanzel und Altarraum blieben vom Feuer verschont. Nur der Altar (und vor allem das Altarbild) hatte anscheinend durch den Rauch gelitten, konnte aber einstweilen weiterbenutzt werden.

 

Erst neun Jahre später, 1819, erhielt der abgebrannte Kirchturm wieder seine Spitze und den alte Wetterhahn, der mit einem neu gefertigter Turmknopf über die Lande blickt. In der in den Turmknopf eingelassenen Urkunde heißt es: Freylich ist der Thurm nicht so schön wie er war, . . . waren der Meinung, dass es beßer sey, Glocken, Uhr und Orgel wieder herzustellen, als alles Geld in die Luft zu bauen!

 

Im gleichen Jahr wurden auch in Lübeck zwei neue Glocken gegossen und im Turm aufgehängt. Zehn Jahre später erhielt die Kirche auch wieder eine neue Orgel, die unter teilweiser neuer Verwendung alter Register von dem Orgelbauer Friese in Parchim erbaut wurde.

 

1832 wurde der beim Brand 1810 schwer beschädigte Altar durch einen neuen ersetzt. Zu gleicher Zeit erhielt die Kirche die zu beiden Seiten der Orgelempore vorgebauten Kirchenstühle und den an der Südwand des Altarraumes errichteten Ramper Kirchenstuhl, dessen Erbauung schon von der herzoglichen Cammer bereits 1811 beschlossen wurde. Der Kirchenstuhl war eingebaut worden zugunsten der zum Domanium gehörenden Zittower und Ramper Einwohner, die in der ritterschaftlichen Kirche sonst keine Plätze hatten.

 

Dr. Dieter Wehnert

 

Das Domanium der Herzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz war das unmittelbare Eigentum der Herzöge und umfasste in beiden Ländern eta 40% des ganzen Landes. Die Domaniumbauern besaßen selbst kein Eigentum an Grund und Boden. Sie waren jederzeit kündbare Zeitpächter des von ihnen bewirtschafteten Landes.

 

Lit.: u.a. Albrecht Edm.: Im Spiegel der Wellen, Tatsachen, Berichte und Erzählungen aus der tausendjährigen Geschichte des Dorfes und der Gemeinde Zittow. Schwerin 1933.

Expedition Geschichte, Westermann Schroedel Diesterweg. Braunschweig 2004.

Encyclopaedia Britannica 4, Fifteenthe Edition. Chicago 1985.

Brockhaus` Konversations=Lexikon. Berlin und Wien 1885.